Bussana Vecchia, neuerdings ein Künstlerdorf.

ca. 40 km von Diano Arentino entfernt, in östlicher Richtung, bei SanRemo.

Zu finden unter:
Google Earth: Anfliegen: Bussana Vecchia, SanRemo, Italien, mit vielen schönen Panoramiofotos;
Koordinaten: 43° 50' 15.49" N / 7° 49' 45.95"E, ca 195m üNN




Das alte Bergdorf oberhalb von Sanremo brach 1887 bei einem Erdbeben zusammen. Über die Trümmer und Ruinen verlassen und dem Verfall preisgegeben, wucherte die Vegetation, bis in den 1960er Jahren Künstler sich hier niederließen und mühsam, liebevoll und in Eigenregie die Häuser wieder aufbauten. Vom alten Bussana Vecchia sind nur noch einige Mauerteile übriggeblieben. Heute ist der Ort mit Ateliers und Kunsthandwerk eine Attraktion und in ganz Europa bekannt.

Es entstand um das Jahr 1050 auf der Höhe eines felsigen Bergkammes, wo ein Lehnsherr dieses Gebietes, ein Mitglied der „Conti di Ventimiglia", eine einfache Burg bauen ließ. 1259 wurde Bussana von der Republik Genua erworben.


Gegen Ende 1300 nimmt die Zahl der Häuser und Bewohner stetig zu und die Kapelle der Burg wird zu klein. So beginnt der Bau der Kirche. Die Arbeiten sind 1404 beendet und der Tempel wir dem Kultus von S. Egidio geweiht. Die Einwohnerzahl erhöht sich weiter und zwei Seitenschiffe werden angebaut; diese Arbeiten dauern bis 1505. Im Jahre 1652 wird der große Teil des Kirchenkörpers abgerissen, um eine radikale Stiländerung vom Romanischen zum Barock vorzunehmen. Es werden die Säulen zu den beiden Seitenschiffen entfernt and es entstehen an den Wänden sechs Kapellen mit entsprechenden Altaren. Gerolamo Comanedi, ein junger Künstler aus Osteno wird hier sein ganzes Leben mit bemerkenswerter Malerei und Stuckfeinarbeiten verbringen. Ein Jahrhundert später ist es sein Neffe, der den selben Namen trägt, der Fresken und Stuck in den Seitenkapellen komplettiert. Im Jahre 1807 wurde die Fassade restauriert. Die ersten Erschütterungen des großen Erdbebens erfolten am 23. Februar 1887 in der Morgendämmerung. Das Erdbeben war verheerend und hat die ganze Region in arge Mitleidenschaft gezogen. Auch der „alte" Dorfkern von Diano Arentino wurde zur selben Zeit zerstört.


Anfang der 1960er kommen Künstler aus Turin und fangen an das gesperrte und baufällige Dorf zu bewohnen. So beginnt ein Wiederaufbau der weniger zerstörten Teile, mit Beseitigung von Schuttbergen, mit geringsten Mitteln, ohne Strom, Wasser, Gas und Abwasserleitungen. Zu ihnen gesellen sich recht bald andere Künstler, auch aus Frankreich, England, Deutschland, Österreich und Holland. Einige beschließen hier zu bleiben, andere nur zeitweise, in Perioden. Ende der 60er Jahre hat die Gemeinschaft an die 30 Künstler: Maler, Bildhauer, Töpfer, Schriftsteller, Musiker, Schauspieler und Designer. Clizia verließ Bussana Vecchia, um eine staatliche Töpferschule in Castigliole d'Asti zu gründen.


Einige verließen das Künstlerdorf mit dieser intensiven Erfahrung, andere ließen sich einfangen von der Faszination and Magie dieses antiken Dörfchens und sind geblieben.


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